Seelen

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Da die Mittelalter, Märkte und Festival Saison im vollen Gange ist dachte ich mir gibt du mal wieder ein „Mittelalterliches“ Rezept zum besten.  Wer kennt sie nicht, diese leckeren Stangen die es auf den Märkten und Veranstaltungen überall gibt in dutzenden Variationen. Sie heissen Seelen, Hungerhaken, Ritterstange, Knechtsbrot und so weiter und so weiter….
Die Rezepte die ich im Internet fand waren aber nicht das was ich so von dem Märkten her kannte, also habe ich kombiniert und rumprobiert. Und ich glaub mit diesem Rezept komme ich recht nahe dem was es auf den Märkten und Veranstaltungen zu kaufen gibt.

Zutaten:

Grundteig:
300g Weizenmehl Typ 550
200g Roggenmehl Typ 1150
1 Würfel frische Hefe
500ml Wasser
10g Salz

Gewürze:
Fenchelsamen,  gemahlen
Kümmel, entweder ganz oder gemahlen(je nach Geschmack)
Leinsamen
Pfeffer
diverse Kräuter wie Rosmarin, Basilikum, Thymian, Oregano, Majoran, Schnittlauch…

sonstige Zutaten:
je nach Wahl…
Speck, Käse, Schinken sind wohl die gebräuchtslichen Zutaten, aber da ist der eigenen Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Zubereitung:
In einer kleinen Schüssel die Hefe zerbröseln und mit 2 EL Mehl und etwas Wasser glattrühren, das ganze dann an einem warmen Ort zugedeckt solange stehen lassen bis sich ganz viele Blasen gebildet haben dauert meist so 30 Minuten.
In der Zwischenzeit die beiden Mehlsortenund das Salz miteinander gründlich vermengen, dann das Wasser dazugeben und verrühren bis es eine klebrige Masse ist.
Wenn der Hefemix ordentlich Blasen schlägt gibt man ihn zu der Mehlmasse und vermengt das ganze gründlich, zu Anfang sollte man einen Holzlöffel nutzen und später dann den Teig mit, geölten, Händen kneten und schlagen.
Sollte er danach noch zu klebrig sein gebe man Mehl hinzu bis er sich zu einer Kugel formen lässt ohne zu kleben.
Diesen Teig lässt man dann für gute 1-2 Stunden an einem warmen Ort abgedeckt ruhen, er sollte sein Volumen mehr als verdoppelt haben.
In der Zwischenzeit heizt man den Backofen auf 250Grad Ober und Unterhitze vor.(keine Umluft!!!)
Wenn der Teig gut gegangen ist teilt man ihn in 6-7 gleichgroße Teile. Jetzt kann man entscheiden ob man den Teig so pur bäckt, oder ob man Kräuter oder andere Zutaten in den Teig einarbeitet, oder ob man die Zutaten oben auflegt.
Aus jedem ‚Teigteil formt man nun eine längliche Stange und legt diese auf ein mit Backpapier belegtes Rost, lässt sie dort nochmals 15 Minuten ruhen und schiebt sie dann auf der mittlere Schiene in den Ofen für ca. 15-20 Minuten.

 

Naan Brot

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Das Naan ist  eine Brotart die in Indien zu fast allen warmen Gerichten und Speisen als Beilage gereicht wird.  Es hat eine fladenartige Form wobei der innere Teil meist flach ist und der Rand etwas höher. Es wir im Gegensatz zu den Chapati mit Joghurt angereichert so das es einen leicht säuerlichen Geschmack bekommt und mit Hefe versetzt damit es aufgeht.
Selbstgemachtes Naan Brot schmeckt tausendmal besser als alles an Naan Brot was man so in den Geschäften kaufen kann.

Zutaten:
500g Mehl
150ml warme Milch
2,5 EL Zucker
2 TL Trockenhefe
1 TL Backpulver
2 TL Öl (Pflanzen- oder Olivenöl)
150ml Vollmichjoghurt, leicht angeschlagen
1 Vollei, leicht angeschlagen
1 Prise Salz

Zubereitung:
Milch in eine Schüssel gießen, 0,5 EL Zucker und Hefe einrühren. An einem warmen Ort ca. 20 Minuten ruhen lassen, bis die Hefe sich aufgelöst hat und die Mischung schaumig wird.
Den Backofen auf 50Grad vorheizen.
Das Mehl in eine große Schüssel geben, 1/2 TL Salz und Backpulver untermischen. 2 EL Zucker, die Milch mit der aufgelösten Hefe, 2 EL Pflanzenöl, den leicht geschlagenen Joghurt und das leicht geschlagene Ei zufügen. Alles gut 10 Minuten durchkneten, bis der Teig glatt und geschmeidig ist. 1/4 TL Öl in eine Schüssel geben und die Teigkugel darin herumrollen.
Die Schüssel mit Frischhaltefolie bedecken und den Teig an einem warmen Ort 1 Stunde gehen lassen (so dass er sich verdoppelt).
Den Teig erneut durchkneten, in 6 gleichgroße Kugeln teilen und mit einem Tuch bedecken.
Die erste Kugel dünn auswallen (mit etwas Mehl, entweder tropfenförmig oder rund). Eine große beschichtete Pfanne sehr heiß werden lassen (geht auch ohne Fett). Erst, wenn die Pfanne sehr heiß ist den Fladen draufgeben. Auf einer Seite braten, bis er Blasen wirft. Dann noch kurz umdrehen (Vorsicht, jetzt kann das Naan leicht verbrennen!) und die andere Seite kurz bräunen. Die fertigen Naan`s in den Backofen legen zum warmhalten und weitermachen bis der Teig verbraucht ist.
Sehr gut schmecken die Naan`s auch wenn man sie noch warm mit Butter oder Aoli oder dergleichen bestreicht und dann sofort serviert.

Die fertigen Kugeln können übrigens sehr gut in Frischhaltefolie eingewickelt und eingefroren werden. Ca. 1 Stunde wieder auftauen lassen.

Guinness Stew

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Guinness Stew ist eine Abwandlung des bekannten Irish Stew, welches ein sehr beliebtes Eintopfgericht der Irischen Küche ist.  Guinness Stew ist fleischlastiger und ähnelt eher einem Gulasch als einem Eintopf, aber der größte Unterschied ist wohl das daß Stew anstatt in Brühe mit Guinness gekocht wird.  Es hat einen eigenen aber sehr leckeren Geschmack und die Schüssel war ratzfatz leer…

Zutaten:
500g Lamm
500g Rind
2 große Zwiebeln
4 mittelgroße Wurzeln
3 Knoblauchzehen
2 TL braunen Rohrzucker
3 EL Mehl
2 Lorbeerblätter
1 Thymianzweig
1 handvoll Walnusskerne
1 Prise Muskat
2 Flaschen Guinness extra Stout
Salz und Pfeffer aus der Mühle
Olivenöl

Zubereitung:
Wer kein Lamm mag der kann auch nur Rindfleisch nehmen.  Das Fleisch in gulaschgroße Würfel schneiden, in eine Schüssel geben, mit einen Schuß Giunness übergiessen und ein paar Stunden im Kühlschrank marinieren lassen.
Die Zwiebeln schälen fein würfeln, die Wurzeln in Scheiben schneiden. Das Olivenöl in einem grösseren Topf/Bräter erhitzen und das Fleisch rundherum kross anbraten und aus dem Topf nehmen  Die Zwiebeln, den gpressten Knoblauch, die Wurzeln und 1 TL braunen Zucker hineingeben und im Bratenfett anrösten bis der Zucker sich aufgelöst hat und das Gemüse leicht Farbe hat.
Das Fleisch wieder hinzugeben und das Mehl, alles gut durchrühren.
Guinness, Lorbeerblätter, Muskat, Thymian, Salz, Pfeffer, den restlichen braunen Zucker hinzugeben, alles gründlich miteinander verrühren und aufkochen lassen. Das ganze dann bei geschlossenen Deckel gute 60-70 Minuten leise vor sich hin köcheln lassen. Die Walnusskerne mit dem Messer einwenig zerkleinern, das Original sagt man soll eingelegte Kerne verwenden, da die aber schwer zu bekommen sind kann man auch problemlos frische verwenden.
Die Walnusskerne in  den Topf/Bräter geben, das ganze einmal kräftig durchmischen und weitere gute 60 Minuten vor sich hin köcheln lassen. Wer mag kann zum Schluss noch ein Schuss Sahne unterrühren, ist aber kein Muss.

Am besten passen dazu dann Kartoffeln(z.b. Stovies) oder Nudeln.

Westernpfanne nach Art des Hauses

 

mampf208-1Ich bin mal wieder fürchterlich kreativ gewesen und hab mich inspirieren lassen von dem was die Küche so hergab 🙂 Heraus gekommen ist dabei ein sehr leckeres Pfannengericht, was sich zudem auch noch schnell und einfach zubereiten lässt. Könnte man in größeren Portionen sicher auch sehr gut für Partys oder Veranstaltungen nutzen. Entweder isst man es zusammen, wie auf dem Foto zu sehen, mit Chapati, aber denke es passen auch Reis, Nudeln oder Kartoffeln dazu.

Zutaten:
250g geräucherten Bauchspeck
1 mittelgroße Speisezwiebel
1 Dose Gemüsemais (300g)
1 Dose Kidneybohnen (400g)
1 Dose Pizza Tomaten (400g)
1 Stk Japaleno grün, eingelegt
2 Stk Knoblauchzehen
300ml Tomatensaft „Scharfe Tomate“
Salz und Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:
Eine größere Pfanne heiss werden lassen. Den Bauchspeck würfeln, die Zwiebel schälen und in gröbere Würfel schneiden.  Den Mais und die Kidneybohnen abtropfen lassen. Die Japaleno und die Koblauchzehen würfeln.
Etwas Öl in die heisse Pfanne geben und bei mittlerer Hitze den Bauchspeck auslassen und anbraten, wenn dieser grad eben Farbe bekommt die Zwiebeln und den Knoblauch dazugeben und mit anbraten.
Wenn alles eine schöne Farbe hat den Mais, die Kidneybohnen, die Pizzatomatem und die Japaleno dazugeben. Das ganze gründlich miteinander vermengen und köchelen lassen bis der Großteil der Flüssigkeit verkocht ist. Dann den scharfen Tomatensaft (wer mag kann auch milden nehmen) hinzufügen, gut durchrühren, nochmal aufköchlen lassen und dann mit Salz und Pfeffer aus der Mühle abschmecken.