Schmachtlappen

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Heute mal ein weiteres Rezept aus der Mittelalterlichen Ecke. Eine leckere Speise die man auch auf vielen Märkten und Veranstaltungen findet unter den verschiedensten Namen, der gebräuchslichste ist wohl der Schmachtlappen. Es ähnelt ein wenig den Seelen, ist aber durch den Schmand und das frische Gemüse saftiger und der Teig ist auch nicht so gewürzt wie bei den Seelen.
Dies Rezept ist mit Sicherheit nicht das welches auf dem Märkten etc verwendet wird sondern meine Variante davon, aber ich finde es kommt dem ziemlich nahe.

Zutaten:
200g Weizenmehl Typ 550
80g   Roggenmehl Typ 1150
20g frische Hefe (halber Würfel)
2 Becher Schmand
2 TL Salz
200g gewürfelten Speck
1 Bund Lauchzwiebeln
7-9 Coktailtomaten
200ml Wasser, lauwarm
1 TL Senf
Salz und Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:
Die Zubereitung ist einfacher als bei den Seelen, da hier auf den Vorteig verzichtet wird.
Die beiden Mehlsorten und das Salz werden in einer Schüssel gründlich miteinander vermischt, die Hefe wird in dem lauwarmen Wasser aufgelöst und dann zu dem Mehlgemisch gegeben. Dann wird das ganze solange geknetet bis es einen festen nicht mehr klebenden Teig ergibt. Diesem Teig lässt man dann zugedeckt an einem warmen Ort 1-2 Stunden gehen, das Volumen sollte sich mehr als verdoppeln.

Kleiner Tip: Wer keinen warmen Ort hat kann auch den Backofen auf 50Grad Ober/Unterhitze einstellen und den Teig dort gehen lassen.

In der Zwischenzeit gibt man die beiden Becher Schmand in eine Schüssel und schmeckt ihn mit dem Teelöffel Senf sowie Salz und Pfeffer aus der Mühle ab und stellt ihn beiseite. Die Lauchzwiebeln abspülen, trockentupfen und in feine Ringe schneiden. Die Tomaten ebenfalls kurz abspülen und dann vierteln.
Den Backofen auf 200Grad Ober/Unterhitze vorheizen. Wenn der Teig dann gut aufgegangen ist walkt man ihn noch einmal leicht durch und teilt ihn in 3 Teile auf. Aus jeden Teigteil formt man dann mit den Händen einen länglichen, flachen „Lappen“. Diese bestreicht man dann grosszügig mit der Schmandmischung und streut den gewürfelten Speck darüber. Anschliessend schiebt man das Blech auf mittlere Schiene für 25-30 Minuten in den Backofen.
Nach dem Backen betreut man die Lappen mit den frischen Lauchzwieberingenl und den Tomatenvierteln und serviert sie am besten sofort, denn warm schmecken sie am besten.

 

Hähnchengeschnetzeltes ala Cheffe

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Ich war gestern mal wieder kreativ und deswegen gibt es heute mal wieder eine Eigenkreation aus der Kategorie „wir sind kreativ“. Als ich mich so in der Küche umguckte, auf der Suche nach etwas essbaren, fand ich ein paar Sachen die so auf Anhieb nicht zusammen zu passen schienen was mich dann dazu bewog es passend zu machen 🙂
Heraus kam dabei ein sehr leckeres Gericht was auch noch schnell und einfach zu zubereiten ist, also wollte ich es euch nicht vorenthalten.

Zutaten:
500g Hähnchenbrustfilet oder Geschnetzeltes
1 Fenchelknolle, mittelgroß
2 Paprikaschoten, rot
1 Becher Schmand
1 Beutel Reis oder 150g losen Reis
2 EL Honig
2 EL Senf
Salz und Pfeffer aus der Mühle
1 EL Olivenöl
1 El Essig, z.b. Cranberryessig aber geht auch jeder andere je nach Geschmack
1 Prise Curry
Butterschmalz

Zubereitung:
Wenn Ihr Hähnchenbrustfilets gekauft habt so müsst ihr die nach dem waschen und trockentupfen noch in mundgerechte Streifen schneiden, wer gleich Geschnetzeltes gekauft hat erspart sich diesen Schritt.
Aus dem Essig, dem Öl zusammen mit Salz und Pfeffer eine Marinade herstellen und das Fleisch gute 20 Minuten marinieren lassen. In der Zwischenzeit den Reis aufsetzen und ganz normal garen bis er noch etwas Biss hat aber nicht mehr hart ist.  Anschliessend den Fenchel und die Paprika putzen und in Würfel schneiden. Dann den Schmand mit dem Honig und den Senf verrühren und ebenfalls mit Salz und Pfeffer sowie einer Prise Curry abschmecken.

Eine Pfanne heiss werden und  Butterschmalz flüssig werden lassen, dann die Hähnchenstreifen darin anbraten bis sie Farbe haben. Dann aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen. Das  Gemüse in die Pfanne geben und ebenfalls knackig anbraten, es sollte noch Biss haben und nicht zuweich sein. Dann das Fleisch dazugeben und die Schmand-Honig-Senf Mischung, das ganze gut miteinander vermengen und 10 Minuten leise köcheln lassen, immer mal wieder gut umrühren zwischendurch.
Den Reis aus dem Topf nehmen, falls Tütenreis diesen abtropfen lassen und dann das ganze nett angerichtet servieren, z.b. so wie auf dem Bild.

Das mit den Reiskugeln ist übrigends ganz einfach. Man nehme eine entsprechende Tasse, spüle die mit kalten Wasser aus und gebe dann den warmen Reis rein soviel bis ein kleiner Berg da ist, dann drücke man den Reis mit einem Löffel fest in die Tasse, fülle evtl nach und stürze das ganze dann auf den Teller – voila die Reiskugel ist fertig

 

Brietarte ala Siggi

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Man treibt sich ja so im Internet rum und guckt hier und da und dort…
Dies Rezept habe ich in einer Facebook Gruppe gefunden und die Erfinderin des Rezeptes, die Siggi Solfrank,  hat mir erlaubt es in meinem Blog zu nutzen, danke nochmal dafür.  Und ich muss sagen es ist ein seeeeeehr leckeres Rezept, allerdings auch echt mächtig und macht pappsatt.

Zutaten:
für den Teig
1 Würfel frische Hefe
100g Butter
300ml Milch lauwarm
2 Vollei
700g Mehl
2 EL Zucker
1/2 TL Salz
Kräuter nach Wahl (italienische Kräuter, Kräuter der Provance, Gartenkräuter…)

für den Belag
5 mittelgroße Speisezwiebeln
1 Becher Schmand
1 Vollei
1 Flasche Rotwein
1 Briekäse (200g)
Salz und Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:
Die Zwiebeln schälen und in Scheiben schneiden. Den Rotwein in einem Topf erhitzen, die Zwiebeln dazugeben und das ganze aufkochen lassen. Dann die Zwiebeln in dem Rotwein über Nacht ziehen lassen.

Am nächsten Tag  stelle man einen klassischen Hefeteig her indem nan eine große Schüssel nimmt, die Butter schmilzt, die Hefe zerbröselt, die restlichen Zutaten dazu gibt und alles zu einem geschmeidigen glatten Teig verarbeitet. Wichtig ist das man den Teig mindestens 10 Minuten lang kräftig durchknetet und dann eine gute Stunde lang an einem warmen Ort gehen lässt. Er sollte sein Volumen mindestens verdoppeln, am besten verdreifachen.
Den Backofen auf 160 Grad vorheizen, den Teig in eine Tartform füllen und ca. 15 Minuten backen bis er fest ist.

In der Zwischenzeit den Schmand mit dem Ei und einem EL Rotwein verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken, den Brie in Scheiben schneiden.
Den Teig aus der Tartform stürzen auf ein Gitterrost, ihn erst mit der Schmandmasse bestreichen dann die Zwiebeln darüber verteilen und zum Schluss den in Scheiben geschnittenen Brie drauf verteilen.
Das ganze nochmals in den Backofen schieben bis der Käse geschmolzen ist und warm servieren.

 

Gefüllte Kohlrabi mit Austernpilze

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Mal wieder ein Rezept welches ich mal woanders gegessen habe und mir dachte das musst du nachkochen und bisserl verbessern 🙂 Hier also meine Version des gefüllten Kohlrabi. Es geht natürlich auch schlichter, aber mir war danach und es hat sich als sehr lecker herausgestellt.

Zutaten:
4 große Kohlrabi
500g Rinderhack
200g Austernpilze, frische keine aus der Dose
200g Büffelmozzarella
4 Schalotten
1 mittelgroße rote Zwiebel
1 Becher Schmand mit Kräutern
2 Knoblauchzehen
Salz und Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:
Die Kohlrabi vom Grün befreien und schälen, einen entsprechend großen Topf mit Salzwasser aufsetzen und zum Kochen bringen. Die Kohlrabi darin ca. 10-12 Minuten leicht köchlen, sie sollten noch Biss haben aber nicht mehr zu hart sein. Den Backofen auf 200 Grad vorheizen Ober/Unterhitze, Umluft ist hier nicht sogut.
In der Zwischenzeit die Schalotten, die rote Zwiebel und die Knoblauchzehen schälen und würfeln.  Die Austernpilze falls nötig abpinseln(nicht waschen), 3-4 schöne beiseite legen und den Rest ebenfalls würfeln. Den Büffelmozzarella abtropfen lassen und auch würfeln. Das Hack mit den Schalotten, der roten Zwiebel, dem Knobi und dem Büffelmozarella vermengen und mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken.
Die Kohlrabi kurz unter kalten Wasser abbrausen und dann mit einem Löffel oder noch besser einem Kugelausstecher aushölen, es sollten so ca. 2cm Wandstärke überbleiben. Das ausgehöhlte beiseite stellen, das kann man später nochmal nutzen für ne Suppe oder so. Die Kohlrabi jetzt mit der Hackmasse füllen sodass oberhalb ein „Türmchen“ entsteht.  Dann auf einem Gitterrost in den Backofen geben und garen lassen bis sich eine leckere braune Kruste bildet. Das dauert so ca. 20 Minuten, aber lieber öfters mal nachgucken weil jeder Ofen ist anders.
In der Zwischenzeit die gewürfelten Austernpilze in Butter(kein Öl, Fett oder so)  anbraten und wenn sie Farbe haben mit dem Schmand ablöschen und leicht mit Pfeffer abschmecken. Der Austernpilzgeschmack sollte dominieren, der Pfeffer nur unterstützen.
Zum Schluss die beiseite gelegten Austernpilze in Butter andünsten und so ohne weiteres würzen als Beilage zum Gericht servieren.

 

Gemüsezwiebel gefüllt mit Schmandgemüse

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Dies ist ein Rezept was wunderbar in die herbstlich/winterliche Stimmung passt, kräftig – deftig – bodenständig.
Es vereint alles was man in dieser Jahreszeit braucht um den Unbillen der Natur zu trotzen und schmeckt dazu noch grandios…

Zutaten:
2 große Gemüsezwiebeln, so ca. 300 Gramm das Stück
400g Hackfleisch nach Wahl, ich bevorzuge Rind
3 Stengel Staudensellerie mit Grün
1 Becher Schmand
1 EL Butter
Salz und Pfeffer aus der Mühle
1 Prise Zitronengras gemahlen
Käse zum Überbacken
1 TL Senf

Zubereitung:
Die  Gemüsezwiebeln schälen, den Strunk unten dran lassen(sonst fallen sie auseinander) und oben eine Kappe abschneiden.  Einen großen Topf mit Salzwasser zum kochen bringen und die Zwiebeln darin ca. 5 Minuten blanchieren. In der Zwischenzeit den Staudensellerie incl Grün(das hat den meisten Geschmack) in mundgerechte Stücke schneiden. Das Hack mit dem Senf vermischen und kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken. Danach die Zwiebeln aus den Topf nehmen und in kalten Wasser abschrecken. Den Backofen auf 200Grad(Umluft 180) vorheizen. Die erkalteten Zwiebeln mit einem Teelöffel aushölen bis auf 3 Schichten, ein Teil des ausgehöhlten fein hacken und unter die Hackfleischmasse mischen. Die Hackfleischmasse in die Zwiebeln füllen und gut reindrücken, es darf oder besser soll obendrauf ein kleiner Hügel sein. Eine Auflaufform einfetten, die Zwiebeln in die Form setzen und rundherum den Staudensellerie und den Rest von dem ausgehöhlten verteilen, einen Schuss Wasser zugeben, Deckel drauf und für gute 30 Minuten in den Backofen schieben.
Nach den 30 Minuten mit einen Messer prüfen ob die Zwiebeln gar(bissfest) sind, wenn nicht noch etwas länger garen lassen. Wenn ja die die Zwiebeln mit mit dem Käse bestreuen, die Kappe wieder aufsetzen und ebenfalls mit Käse bestreuen, das ganze dann ohne Deckel solange im Ofen lassen bis der Käse geschmolzen und braun ist.
Die Zwiebeln rausnehmen und warm stellen. In einem Topf die Butter schmelzen lassen und das Gemüse und den Sud aus der Auflaufform dazugeben, gut verühren und kurz aufkochen lassen. Dann Hitze aus und den Schmand hinzufügen, gut vermengen und evtl mit Salz und Peffer nachwürzen.

Kartoffel-Wurstgulasch ala Cheffe

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Mir war mal wieder nach was deftigen und da erinnerte ich mich an dieses Rezept, gab es früher als ich grad von Zuhause weg und meine Kochkünste noch nicht so besonders waren öfters. Ist schnell gemacht, lecker und eignet sich auch hervorragend für Partys etc. Wer mag kann auch auch noch Nudeln, Reis etc dazu essen, aber es reicht auch so mit einer Scheibe Brot z.b.

Zutaten:
600g mittelgroße, festkochende Kartoffeln
2 Knoblauchzehen
1 Japaleno, eingelegt und in Scheiben geschnitten
2 mittlere Zwiebeln
1 TL Kümmel ganz
2 TL Paprikapulver, rosenscharf
2 Stengel Majoran
600ml kräftige Rinderbrühe (frisch oder aus dem Glas)
350g Wurst (Landjäger, Salami etc was kräftiges und geräuchertes)
100g Bauchspeck geräuchert
Butterschmalz
Salz und Pfeffer aus der Mühle
Schmand

Zubereitung:
Die Kartoffeln waschen, schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Den Knoblauch schälen und mit den Kümmelsamen fein hacken. Die Zwiebeln schälen und klein würfeln. Den Bauchspeck würfeln. Das Butterschmalz in einem breiten Topf erhitzen, die Zwiebeln und den Bauchspeck darin in 4-6 Min. goldbraun anbraten. Das Paprikapulver darüberstreuen und kurz mitrösten, dann mit der Brühe ablöschen und die in Scheiben geschnittene Japaleno dazugeben.
Die Kartoffeln, die Knoblauch-Kümmel-Mischung und die gewürfelte Wurst dazugeben und alles offen bei mittlerer Hitze ca. 30-40 Min. einkochen lassen. Dabei gelegentlich umrühren.
Inzwischen den Majoran abbrausen und trocken schütteln, die Blätter abzupfen,fein hacken und dazu geben. Das Gulasch mit Salz und Pfeffer abschmecken, in tiefen Tellern oder Suppentassen anrichten und jeweils einen Klacks Schmand obendrauf geben.