Brühe aus Knochen

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Eine alte Tradition die leider in der Zeit der Tüten und Pulver sogut wie untergegangen ist. Dabei ist eine Brühe hergestellt aus Knochen und Gemüse die beste Grundlage die es für eine Suppe gibt oder für einen Fond denn man später zum Würzen etc nimmt.

Zutaten:
2 Liter Wasser
600g grob zerkleinerte Knochen,  z.b. Rinderknochen
1 Bund Suppengemüse (Sellerie, Wurzel, Lauch, Petersilie….)
das Grün von 2 Stengeln Staudensellerie, kleingehackt
2 Knoblauchzehen, angedrückt, von frischen Knoblauch
1 Zwiebel
1 Speckschwarte

Zubereitung:
Die Knochen und die Speckschwarte mit den kalten Wasser in einen Topf aufsetzen und zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren und das ganze zwei Stunden köcheln lassen.
Nach den zwei Stunden das in grobe Stücke geschnittene Suppengemüse sowie das grob gehackte Grün des Staudenselleriers dazugeben, ebensi die angedrückten Knoblauchzehen.
Die Zwiebel NICHT schälen sondern mit Schale halbieren und in einer heissen Pfanne die Schnittflächen bräunen – aber nicht schwarz werden lassen. Die Zwiebeln incl. Schale zu der Suppe geben und das ganze noch weitere 60-90 Minuten köcheln lassen.
Durch ein Haarsieb filtern in Flaschen abfüllen und man hat lecker Fond auf Vorrat, oder man nutzt es nächsten Tag als Grundlage für eine Suppe….

Oma`s Bohnensalat

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Mal wieder ein Rezept aus Oma`s alten Kochbüchlein und eine weitere Kindheitserinnerung.  Diesen Salat gab es öfters, besonders wenn grad Bohnenzeit oder wenn viel Besuch angesagt war.  Er ist einfach und sehr lecker. Dazu auch schnell vorbereitet selbt in größeren Mengen. Es ist ein typisches norddeutsches Rezept was süß, sauer und deftig miteinander vermischt.

Zutaten:
500g frische grüne Bohnen (Wachs- oder Schnippelbohnen)
2 mittelgroße Speisezwiebeln
1 mittelgroße rote Zwiebel
2 Zweige Bohnenkraut
6 EL Essig (z.b. Brandwein- oder Weinessig)
3 EL Öl (ganz normales Speiseöl, kein Olivenöl etc)
5 TL Zucker
Salz und Pfeffer aus der Mühle
Kochwasser
evtl gräuchterten Bauchspeck (Varinate zwei)

Zubereitung:
Die Bohnen waschen, putzen und klein schnippeln. In kochendem Salzwasser zusammen mit dem Bohnenkraut ca. 10  Minuten kochen (die Bohnen dürfen ruhig noch ziemlich „al dente“ sein weil ziehen ja im Sud noch nach).
In der Zwischenzeit die Zwieblen schälen und in feine Würfel schneiden. Zusammen mit dem Essig, Öl, Zucker, Salz und Peffer eine kräftig abgeschmeckte Marinade zusammenrühren.
Die Bohnen in ein Sieb geben und abtropfen lassen, das Kochwasser auffangen. Die abgetropften Bohnen dann zusammen mit der Marinade in einer großen Schüssel gründlich vermengen und soviel von dem Kochwasser auffüllen das die Bohnen bedeckt sind.  Nochmals gut durchrühren und über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Am nächsten Tag die Bohnen-Zwiebelmischung mit einer Schaumkelle aus der Schüssel entnehmen und am besten in kleine Schälchen füllen, diese mit 1-2 TL Sud übergiessen und servieren.

Wer mag kann auch noch etwas geräuchterten Bauchspeck in feine Würfel schneiden, diesen in einer trockenen Pfanne goldbraun anrösten und über den Salat geben.

Oma`s Brotsuppe

 

mampf205-1Een Rezept ut de ollen Tieden as de Lüd nie veel har toon kooken. Und auch eine Kindheitserinnerung, den selbst als es dann Lebensmittel im „Überfluss“ gab hat Oma das immer wieder mal gekocht um Brotreste zu verwerten oder um eine schnelle und sättigende Mahlzeit auf den Tisch zu „zaubern“.

Zutaten:
200g Brotreste, Rinde, alte Brötchen….
70g   Butter oder Schmalz
1 mittelgroße Speisezwiebel fein gewürfelt
1 kleine Speisezwiebel in dünne Ringe geschnitten
1 Knoblauchzehe ganz
4 Wacholderbeeren
1 Bund Petersielie fein gehackt
2 Eier, leicht verschlagen
1 l Wasser
Salz und Pfeffer
Zubereitung:
Die Brotreste etc in Würfel schneiden, bzw in kleine Stücke brechen und zusammen mit der fein gewürfelten Zwiebel und der fein gehackten Petersile in einer heissen Pfanne im Fett rösten bis die Zwiebel und das Brot eine braune Farbe haben.
Das ganze dann mit dem Liter Wasser ablöschen und mit Salz und Peffer würzen. Die Knoblauchzehe, ruhig mit Schale, mit dem Messerrücken nur kurz andrücken ebenso die Wacholderbeeren und zu der Suppe hinzufügen. Das ganze köcheln lassen bis es eine sämige Konsistenz hat. Die beiden Eier leicht verschlagen und unter rühren der Suppe hinzufügen.  Kurz vor Ende dann die dünnen Zwiebelringe hinzufügen damit sie noch etwas mitgaren können, aber nicht unterrühren man sollte sie noch als solchige erkennen können.

Das Rezept eignet sich auch gut für Märkte, Lager etc. Wer es dann wirklich „A“ will lässt halt so Sachen wie Salz, Pfeffer, Wacholderbeeren etc weg.

Oma`s Schmorgurke

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Mal wieder so ein Rezept mit Kindheitserinnerungen, das gab es früher öfters wenn die Gurken reif waren und das Rezept von Oma war göttlich, wir haben uns immer um jeden noch so kleinen Krümmel geprügelt 🙂 Deswegen hier das Rezept als Erinnerung an Oma und die Kindheit.

 

Zutaten:
1 große Schmorgurke
300g Hack
1 kleine Zwiebel fein gehackt
1 mittlere Zwiebel, grob gehackt
1 Vollei
2 EL Semmelbrösel
70g Speck gewürfelt
1 EL Mehl
350ml Wasser
6 Pfefferkörner
2 Pimentkörner
1 Nelke
1 Lorberrblatt
Salz und Pfeffer

Zubereitung:
Die Gurke schälen und der Länge nach halbieren. Weiches Fruchtfleisch und Kerne mit einem Löffel entfernen.
Aus Hackfleisch,  der feingehackten Zwiebel, Ei, Semmelbröseln, Pfeffer und Salz einen Teig bereiten. Es empfiehlt sich die Gurkenhälften vor dem Füllen zu pfeffern, damit sie mehr Geschmack haben.   Die ausgehöhlten Gurkenhälften damit füllen. Die beiden Gurkenhälften aufeinandersetzen und leicht andrücken, dann  fest mit Küchengarn umwickeln.

In einer großen Pfanne etwas Öl heiss werden lassen und den Speck und die grob gehackte Zwiebel darin ca. 10 Minuten langsam bräunen lassen.  Dann mit dem Mehl bestäuben, die Pfeffer und Pimentkörner  und das Lorberrblatt hinzufügen und das ganze mit dem heissen Wasser auffüllen und gut durchrühren.
Die gefüllte Gurke hineinlegen und bei geschlossenen Deckel ca. 30-40 Minuten  bei mässiger Hitze schmoren lassen. Die Gurke dabei öfters mal wenden.

Die ferig geschmorte Gurke aus der Pfanne nehmen und die Körner und den Lorbeer entfernen.  Die Soße einmal aufkochen lassen und abschmecken, evtl nachwürzen.

Seher lecker schmecken dazu Salzkartoffeln, aber auch so nur mit Soße ist es ein vollwertiges und sättigendes Gericht.